Als ich am letzten Mittwoch in der Frankfurter Rundschau den Artikel “Mama, was ist ein Nigger?” gelesen habe, war ich entsetzt. Gerade auch angesichts der Tatsache, dass die Kirchenleitung der Thüringer Landeskirche und der Kirchenprovinz Sachsen – beide in der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) zusammengeschlossen -, in der ich hauptberuflich arbeite, erst Ende Januar das Aktionsjahr “Nächstenliebe verlangt Klarheit. Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus” eingeläutet hatte (vgl. Beitrag “Nächstenliebe verlangt Klarheit – EKM gegen Rechtsextremismus” in diesem Blog).
Und ausgerechnet der Oberkirchenrat, der diese Aktion gegen Rechtsextremismus betreut, und den ich als deutlich gegen jede Fremdenfeindlichkeit auftretend kenne, sollte dem betroffenen Pfarrer Andreas Neuschäfer einen Maulkorb verpasst haben, nachdem dieser sich in der Kirchenzeitung “Glaube+Heimat” kritisch mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit auch in der Kirche auseinandergesetzt habe? Eigentlich schwer vorstellbar.
In der Blogosphäre ist die Debatte mittlerweile kräftig aufgeflammt. Sowohl auf dem FR-Eigenen Blog zum Thema “Braun von der langen Rotlichtbestrahlung?”, auf dem mittlerweile eine durchaus kontroverse Debatte läuft, als auch auf einem Antifa-Blog unter dem Titel “Rudolstadt wehrt Vorwürfe ab”, dem Blog “Politisch korrekt”, privaten Blogs wie “Dschungelwelt” (Beitrag: “Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen”) oder Ostansichten, aber auch schon auf Blogs im englisch-sprachigen Ausland, wie z.B. Haru (Beitrag: “Rascism in Germany: Family escapes small town xenophobia”).
Die Darstellung der Position der Kirchenleitung kommt mir allerdings etwas kurz (hat da eigentlich mal ein Journalist nachgefragt?). Gestern hat es beispielsweise eine Kanzelabkündigung von Landesbischof Christoph Kähler für Kirchgemeinden in Rudolstadt zu der Angelegenheit gegeben, und Oberkirchenrat Christhard Wagner hat einen Leserbrief an die Frankfurter Rundschau geschrieben (der ja vielleicht in den nächsten Tagen erscheint).
Jeder Rechtsextremismus und jede Fremdenfeindlichkeit muss unser aller entschiedenen Widerstand hervorrufen. Ich denke, darüber sind wir uns alle einig. Und ich bin davon überzeugt, dass auch die Kirchenleitung der EKM diese Position unterstützt.
Daher möchte ich den alten römischen Rechtsgrundsatzes “Audiatur et altera pars” (man höre auch die andere Seite) zur Geltung und interessierten Lesenden hier die erwähnte Kanzelabkündigung und den erwähnten Leserbrief zur Kenntnis bringen; ich denke, das hilft, nochmal eine weitere Perspektive auf die Vorfälle und das Verhalten der Kirche zu gewinnen:
Kanzelabkündigung von Landesbischof Christoph Kähler für Kirchgemeinden in Rudolstadt:
Liebe Schwestern und Brüder in Rudolstadt,
Pfarrer Andreas Neuschäfer hat in verschiedenen Zeitungen erklärt, mit seiner Familie Rudolstadt wegen Fremdenfeindlichkeit verlassen zu müssen.
Dabei haben er und seine Frau schwere Beschuldigungen ausgesprochen, die nun die Bürger und Gemeindeglieder belasten.
Fremdenfeindlichkeit ist kein Kavaliersdelikt. Wir müssen ihr entschieden entgegen treten und Betroffene unterstützen. Dafür gibt es gute Beispiele wie die Kirchgemeinde Rudolstadt-Volkstedt, die sich erfolgreich gegen rechtsradikale Übergriffe in Zusammenarbeit mit der Stadt und ihren Bürgern gewehrt hat.
Wichtig ist uns aber auch der Grundsatz, dass Schuld nachgewiesen werden muss und Vorverurteilungen unstatthaft sind. Eine pauschale Verdächtigung einer ganzen Stadt und ihrer Gemeinden hilft weder der Wahrheitsfindung noch dem Bemühen, Fremdenfeindlichkeit zu verhindern und zu unterbinden. Das hat auch der Fall des ertrunkenen Jungen aus der Stadt Sebnitz deutlich gemacht.
Wir werden uns als Kirchenleitung ernsthaft und gründlich mit den Vorwürfen auseinandersetzen und sie auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen, soweit wir das als Kirche können. Aber wir werden ebenso deutlich falsches Zeugnis zurückweisen.
Der Kirchenleitung war bekannt, dass Familie Neuschäfer sich in Rudolstadt nicht wohl fühlte. Darum gab es mehrere Angebote, die Situation genauer zu besprechen und die Stelle zu wechseln. Diese Vorschläge hat Pfarrer Neuschäfer nicht angenommen, ja eine Zeit lang sogar den Zuständigen die Situation und den Aufenthaltsort seiner Familie verheimlicht. Ebenso hat er die Vorwürfe, die wir jetzt aus den Medien erfahren, vorher nicht an uns weitergegeben. So konnten wir sie bisher nicht mit ihm besprechen. Das werden wir nachholen. Wir bemühen uns in diesen Tagen, die Vertreter der Medien sachgerecht zu informieren und auf die Pflichten einer fairen Berichterstattung hinzuweisen. Ich hoffe sehr, dass das zunehmend möglich wird.
Wir bitten Gott, dass es gelingt, möglichst allen Beteiligten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Ihr Christoph Kähler
Landesbischof
Leserbrief von Oberkirchenrat Christhard Wagner:
Leserbrief zu den Beiträgen von Markus Decker am 2. April
Mit Bedauern haben wir durch den Artikel zur Kenntnis nehmen müssen, dass Pfarrer Andreas Neuschäfer mit seiner Familie Thüringen verlassen will.
Der Kirchenleitung der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) war bekannt, dass Familie Neuschäfer in Schwierigkeiten war. Aus diesem Grund erkundigte sich der zuständige Referatsleiter im Kirchenamt Anfang Februar in einem Personalgespräch mit Pfarrer Neuschäfer nach seiner familiären und beruflichen Situation und bot ihm Hilfe an. Pfarrer Neuschäfer ging nicht auf das Angebot ein. Darüber hinaus wurde ihm eine Pfarrstelle in einer Gemeinde an der hessisch-thüringischen Grenze angeboten. Auch das hat er abgelehnt.
Die Kirchenleitung der EKM nimmt rassistische Übergriffe und rechtsextreme Entwicklungen außerordentlich ernst. Die Aktion des Jahres 2008 „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus“ mit vielfältigen Aktivitäten ist eine Reaktion darauf. In Vorbereitung des Aktionsjahres wurde ein Brief an alle Mitarbeiter der EKM geschrieben, in dem es u. a. heißt:
„Wir dürfen den extremen Rechten in unserem Land keinen Zentimeter freiwillig überlassen. Kirche Jesu Christi muss sich allen Anzeichen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entschieden entgegen stellen. … Sollten Sie oder Ihre Familie aufgrund Ihres Engagements bedroht werden, wenden Sie sich an Ihren Dienstvorgesetzten oder das Personaldezernat. Unsere Freude über Ihr Engagement ist gleichzeitig unsere Verpflichtung, für Sie und Ihre Familien einzutreten. Wir müssen verhindern, dass ein Klima der Angst entsteht, in dem sich keiner mehr traut, etwas zu sagen und gegen Ungerechtigkeit aufzustehen.“ Dieses Angebot galt auch Pfarrer Neuschäfer. Er nahm es nicht an und informierte uns stattdessen über die Medien von seiner Entscheidung.
Es liegt mir fern, rechtsextreme Entwicklungen in unserem Land zu unterschätzen oder herunterzuspielen. Allerdings kann ich nicht erkennen, dass sich Rudolstadt hier von anderen Städten in Ost- und Westdeutschland signifikant unterscheidet.
Es wäre gut und hilfreich gewesen, wenn Pfarrer Neuschäfer im Rahmen unserer Aktionen Verbündete gesucht hätte. Die Vertreter der Landeskirche und der Kirchen vor Ort hätten sich dort, wo es nötig gewesen wäre, für ihn eingesetzt. Er hat diese Möglichkeit nicht genutzt.
Der von Pfarrer Neuschäfer im Artikel angesprochene „Ärger mit der Kirchenleitung“ bezieht sich auf ein Telefongespräch mit dem Verfasser dieses Leserbriefs. Mitnichten habe ich Pfarrer Neuschäfer aufgefordert, solche Beiträge nicht noch einmal zu veröffentlichen. Stattdessen habe ich ihn unter anderem darauf hingewiesen, dass die von ihm in unangemessener Weise konstatierte Gleichsetzung von „Rechten und Linken“, denen gleichermaßen eine unterschwellige Feindlichkeit gegenüber Fremden, Unheimlichen und Anderem unterstellt wurde, missverständlich und falsch ist. Das Fazit Pfarrer Neuschäfers im Artikel wiederholt diese Einschätzung und geht darüber hinaus: „Wenn die Ostdeutschen das fremdenfeindliche Erbe der DDR nicht aufarbeiten, werde das Problem nicht zu lösen sein.“ Derartige eindimensionale Erklärungsversuche greifen zu kurz und vereinfachen dieses gesamtdeutsche Problem auf eine ostdeutsche DDR-Frage.
Natürlich werden wir den Anschuldigungen sorgfältig nachgehen und helfen, wo es möglich und nötig ist. Aber wenn wir den Rechtsextremismus in Deutschland erfolgreich zurückdrängen wollen, ist eine vorurteilsfreie und differenzierte Analyse nötig. Dazu gehört genaues Hinsehen und saubere Recherche. Daraus muss ein konsequentes Eintreten für die Opfer und Widerstand gegen die Täter folgen. Klare Worte und spürbare Taten sind nötig.
Oberkirchenrat Christhard Wagner
Bildungsdezernent der EKM
Verantwortlicher der EKM-Kampagne “Nächstenliebe verlangt Klarheit – Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus“
Nachtrag am 09. April 2008
Gestern fand ein Gespräch zwischen Pfarrer Neuschäfer und der Kirchenleitung im Kirchenamt in Eisenach statt. Einige Berichte dazu und zu der ganzen Fall aus den heutigen Zeitungen:
Thüringer Allgemeine Zeitung: “Ich habe nichts Falsches gesagt”
Ostthüringer Zeitung:
Foto: Axel Müller – www.pixelquelle.de

Als Rudolstädter ist es für mich sehr schwer die Vorwürfe der Familie Neuschäfer hinzunehmen. Sicher gibt es in jeder Stadt auf der Welt Menschen, die mit Intoleranz und Vorurteilen behaftet andere, ihnen fremde Menschen, empfangen. Das diese Familie scheinbar mit solchen Leuten schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist eine furchtbare Sache und diese Mitbürger, die den Neuschäfers unrecht angetan haben, sollten sich schämen. Das diese jedoch in Rudolstadt eine absolute Minderheit sind und Fremdenfeindlichkeit keineswegs in dieser Stadt verbreitet ist, verschweigen viele Berichte der Presse.
Es würden wahrscheinlich nicht jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen aus aller Herren Länder zum Rudolstädter Tanz und Folkfest strömen, wenn sie hier mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit begrüßt werden. Nein das Gegenteil ist der Fall! Sie kommen gerade weil sie hier mit offenen Armen von den Bürgern unserer Stadt empfangen werden.
Für mich scheint es aber ein gefundenes Fressen für die Presse zu sein, den Osten unseres Landes mal wieder richtig durch den Dreck zu ziehen! Das ist zwar ein harter Vorwurf aber anhand der vielen Berichte leider wahr! Und das Ergebnis dieser Berichte? Neue Vorurteile! Vorurteile gegenüber Rudolstädtern sie seien Rassisten. Dies macht hier viel wütend so abgestempelt zu werden durch eine so pauschalisierend und verzerrte Berichterstattung. Den Menschen hier wird damit unrecht getan!
Bis jetzt ist auch wenig bekannt geworden, dass Familie Neuschäfer hier sehr wohl einen festen Freundeskreis hatte und integriert war. Es ist sehr schade, dass sie bei diesen Freunden nie Hilfe gesucht oder von schlimmen Vorkommnissen berichtet haben. Sie wären nicht auf taube Ohren gestoßen! Hierzu noch ein Bericht eines Freundes der Familie, welcher heute in der OTZ (Ostthüringer Zeitung) zu lesen ist: “Lieber Rainer, das geht zu weit”
Anmerkung des Administrators: Da es sich bei dem von Simon Müller erwähnten Beitrag um einen Zeitungsartikel handelt, ist die Gesamt-Zitation möglicherweise nicht gestattet (ich bin rechtlich nicht wirklich sicher). Ich habe ihn daher aus diesem Kommentar herausgenommen.
Da der Beitrag allerdings unter dem eingefügten Link auf der Website der OTZ nachzulesen ist, bitte ich Interessierte daher, zur Lektüre direkt auf die Website der OTZ zu gehen.
Als vielfacher Besucher der Stadt Rudolstadt empfinde ich die Berichterstattung
in den Medien schwierig, schließlich gibt es rassistische Äußerungen,
Handlungen bzw.Sympathien in jeder deutschen Stadt und es geht ja nicht um eine
Diffamierung dieser so schönen Kleinstadt. Ich empfinde es als gut, dass das
Thema \”Alltäglicher Rassismus\” hier auch mal unabhängig von einem direkten
Gewaltvergehen thematisiert wird. Als Sozialarbetier an einer Schule kann ich
nur sagen, dass Rassismus in Deutschland vielfach vorkommt und oftmals
unterschwellig. Von daher wundert es mich nicht, dass die Stadtverantwortlichen
wenig oder nichts davon mitbekommen haben.
Es geht wohl auch weniger um den Ruf der Stadt, sondern darum, wie man mit dem
Phänomen des Umgangs mit andersausehenden Menschen in den öffentlichen
Einrichtungen und Plätzen umgeht.
Ich finde es gut, dass nun der Dialog mit der Familie gesucht wird. Vielleicht
wären auch klare Positionen im Stadtbild wichtig.
Bei jedem Besuch in Rudolstadt waren – neben all den tollen Sachen wie Theater,
Schillerhaus und Heidecksburg die Hakenkreuze an Häuserwänden oder
Neonazi-Präsenz deutlich zu vernehmen. Ich würde mich freuen, wenn es gelänge,
den Rassismus-Vorwurf nicht zu negieren oder abzuwehren, sondern zu nutzen, um
aktiv für ein achtungsvolles Rudolstadt zu werben.
An unserer Schule war das Duo Doppel-u aus Jena (www.doppel-u.de) , das
Schiller- und Goethe-Texte gerappt hat. So ein Auftritt wäre doch auch in
Rudolstadt passend.
An unserer Grund- und Hauptschule gab es auch viel Gewalt und Rassismus, die
früher unterm Tisch gekehrt wurden. Seitdem man damit offen umgeht und sagt,
Gewalt gibt es an unserer Schule UND wir tun etwas für das Soziale Klima, sind
die Gewalttaten und Anfeindungen deutlich zurückgegangen.
Ich wünsche allen politisch Verantwortlichen und Bürgerinnen und Bürgern von
Rudolstadt viel Glück und Sensibilität im Umgang mit den Medien und Familie
Neuschäfer und hoffe, dass man sich mit Familie Neuschäfer kein
\”Aussenfeind-Bild\” sucht, sondern die Kraft nutzt für interne Überdenkungen.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Rüsch
Die Erfahrungen der Familie Neuschäfer ist sicherlich nur die Spitze des Eisberges – denn hier handelt es sich eben um Menschen, die sich gut artikulieren und mit den Medien umgehen können. Viele Andere, die wirklich Ausländer und in unserer Sprache und Kultur nicht so sicher sind, können das leider nicht.
Brennende Asylantenwohnheime sind für die Öffentlichkeit sichtbar; der alltägliche Rassismus ist es nicht oft. Daher können wir in Thüringen Pfarrer Neuschäfer für seine klaren Worte und seinen Mut, dem Druck stand zu halten, danken. Denn “Nächstenliebe verlangt Klarheit”, wie die Förderation evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland in einer Aktion gegen den Rechtsextremismus verlauten lässt. Rechtsextremismus fängt aber eben nicht erst bei brennenden Wohnheimen an, sondern hat seine Basis in der Xenophobie.
@Petra
Vom Grundgedanken her stimmen wir überein. Und ich teile mit Dir die Sorge, dass es sich bei dem, was Neuschäfers berichten, nur um die Spitze eines Eisberges handelt. Und dass die Neo-Nazis vor allem im Osten Deutschlands in Parlamenten sitzen können, muss natürlich nachdenklich stimmen – wobei hier wahrscheinlich auch noch eine ganze Reihe anderer Faktoren eine Rolle spielen, als eine grundlegend xenophobe Stimmung.
Aber gerade deswegen ist auch echte Klarheit gefordert. Und die droht mir bei einem großen Teil der schon fast reflexhaften Reaktionen auf die Neuschäfer-Berichte (Tenor: Wußten wir doch schon immer, dass die Ossis fremdenfeindlich sind …) aber auch bei einem großen Teil der Gegenreaktionen (Tenor: Bei uns gibt es solche Probleme nicht …) eher unterzugehen.
Und ich finde es schon überraschend, dass die Neuschäfers die entsprechenden Ereignisse – trotz entsprechender Aufforderungen – nicht mit aller Deutlichkeit gegenüber der Kirchenleitung und anscheinend auch in Rudolstadt selber thematisiert haben, zumal der thematische Schwerpunkt 2008 („Nächstenliebe verlangt Klarheit. Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus“) eigentlich zusätzlich ausdrücklich dazu ermutigt.
Auf der anderen Seite finde ich es allerdings auch mehr als bedauerlich, dass sich die Evangelische Landeskirche ziemlich in eine Verteidigungshaltung begeben hat, statt diesen Fall als Chance zu nutzen, ihren thematischen Schwerpunkt dieses Jahres – Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus – noch wesentich offensiver zu propagieren, als bisher.
Wir dürfen uns in unserem Widerstand gegen Rechtsextremismus jetzt nicht auseinanderdividieren lassen! Die rechten Kahlköpfe reiben sich dann doch nur die Hände!
Walter
“Und ich finde es schon überraschend, dass die Neuschäfers die entsprechenden Ereignisse – trotz entsprechender Aufforderungen – nicht mit aller Deutlichkeit gegenüber der Kirchenleitung und anscheinend auch in Rudolstadt selber thematisiert haben”
wie in dem heutigen Taz-Artikel http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/eine-stadt-findet-schuldige/?src=ST&cHash=0b4bf401d7 zu lesen ist, hat A. Neuschäfer dies oft genug getan – es wollte nur keineR richtig hören.
Im Übrigen finde ich es ein bisschen viel verlangt, von einem Betroffenen noch zu erwarten, dass er adäquat meta-kommuniziert, auch wenn er als Seelsorger eine professionelle Ausbildung hat. Überleg Dir doch mal für Dich, ob Du das in ähnlicher Situation noch könntest. Es wäre gut gewesen, wenn die Kirche Neuschäfer beizeiten schützend aus der Schußlinie genommen hätte. Noch ist es dazu nicht zu spät, noch nicht.
Ja, es ist ein schwieriges Thema. Und keinesfalls sollte man die Fremdenfeindlichkeit mit Ostdeutschlichkeit gleichsetzen. Meine Erfahrungen sind eher so, dass die unpolitische Langeweile vieler Westdeutschen ein zwar unsichtbareres, aber vermutlich viel größeres Problem darstellen könnte.
Und ein weiteres Problem dürfte sein, dass eine Vereinfachung im Sinne eines Rassismus und eine Vereinfachung im Sinne eines Moralismus zwar oberflächlich sehr unterschiedlich aussehen können, aber darunter durchaus Ähnlichkeiten besitzen, nämlich paranoide Formen, d.h. ein Freund-Feind-Denken mit deutlich hierarchischen Zügen.
@ Frederik Weitz
Na ja, jetzt aber bitte nicht in den alten West-Ost-Reflext verfallen.
Ich glaube, es gibt im Osten engagierte Menschen gegen Rechtsextremismus, genauso wie im Westen. Von einer “unpolitischen Langeweile vieler Westdeutscher” zu sprechen ist daher m.E. genauso pauschal, wie wenn ich das von den Ostdeutschen behaupten würde.
In Sachen Vereinfachungen sind wir allerdings einer Meinung. Die ganze Geschichte ist wahrscheinlich ziemlich komplex, und es dürfte schwierig sein eine “objektive” Sicht auf die tatsächliche Sachlage zu gewinnen.
Walter
Viele Einschätzungen des aktuellen Falles beruhen auf ausdrücklichen Falschaussagen und Verzerrungen seitens Kirchenvertretern sowie Verbindungen von Personen innerhalb Rudolstadts. Der TAZ-Beitrag bringt dies ansprechend zur Sprache.
Wenn neben Pressemitteilungen sogar ein Bischofswort erklärt, man habe zwar gewusst, aber auch Hilfe angeboten, welche ausgeschlagen worden sei – und auf der Pressekonferenz auf Nachfrage von Journalisten Kirchenvertreter diese Hilfsangebote weder inhaltlich noch zeitlich benennen können, spricht dies schon für sich. Dies um so mehr, als ja nie Hilfsangebote an die Adresse der eigentlich Betroffenen genannt werden, um die es auch seelsorglich geht.
Natürlich hat es Tradition, nun ein Kollektiv aufzubauen und die Personen, die ein Problem ansprechen, zu diffamieren. Den Gründen für diesen Umgang mit Konflikten sollte man nachspüren. Jedenfalls verdeutlichen sie, dass ein Umgang mit Familie Neuschäfer, wie diese ihn beschreibt, sehr wahrscheinlich ist. Schade. Dies hätte anders genutzt werden können gegen jegliche Form von Intoleranz und Rassismus im Alltag.
Sehr geehrte Blogger,
mit großem Interesse und großer innerer Betroffenheit bzw. auch mit großer Wut lese ich die Beiträge zum Thema Pfarrer Neuschäfer.
Ich bin in keinster Weise kirchlich eingestellt (weil ich nicht glaube, was ich nicht sehe), aber ich danke oftmals dem lieben Gott, wenn wieder einmal etwas schier unglaublich Verfahrenes für mich wieder mal gut ausgegangen ist. Gott und seine Jünger haben mich vor vielem beschützt, wie sonst wäre ich heute noch am Leben nach prenzligen Verkehrssituationen und ähnlichem. Wie sonst könnte ich trotz gewisser Schuld meinen geliebten Beruf noch ausüben?! Bitte liebe Kirchenmenschen, lacht mich dafür nicht aus. Auf jedenFall habe ich aufgrund meiner Lebenserfahrung meinen Frieden mit Gott geschlossen. Ich liebe ihn und bete oft zu ihm in Gedanken ohne dass ich in der Kirche bin.
Das Statement der Kirche im Fall Neuschäfer gibt mir Gewissheit, dass meine Gefühle nicht verfehlt sind. Bitte liebe Kirche: klärt den “Fall” Neuschäfer auf, schonungslos. Ist was dran, müssen die Schuldigen bestraft werden. Ist nichts dran, bedarf Herr Neuschäfer psychiatrischer Hilfe. Oder es bedarf arbeitsrechtlicher Konsequenzen.
Egal wie, ich weiß, das Problem ist bei der kirche in guten Händen.
Zu Rüsch, Detlef April 8, 2008 um 8:09:
Hier schreibt endlich mal ein Experte, dass es nicht “ungewöhnlich” ist, dass es in deutschen Städten Rassismus-Erscheinungen gibt. Zitat: Detlef Rüsch:
“Als vielfacher Besucher der Stadt Rudolstadt empfinde ich die Berichterstattung
in den Medien schwierig, schließlich gibt es rassistische Äußerungen, Handlungen bzw.Sympathien in jeder deutschen Stadt und es geht ja nicht um eine Diffamierung dieser so schönen Kleinstadt.”
Herr Rüsch spricht als Jugendsozialarbeiter beim Amt für Jugend und Familie im Landkreis Freising nordöstlich von München (Bayern) aus eigenen Erfahrungen an seinen Schulen. Dort in den alten BL gibt es schon seit Jahren Projekte für Kinder und Jugendliche gegen Sucht und Gewaltverhalten, wie das Präventionsprojekt “Freunde” und viele andere schon seit Jahren erfolgreich praktizierte Maßnahmen im Landkreis.
Quelle: http://www.echinger-forum.de/pdf/2006-04.pdf
Was mich verwundert, ist dann die pauschale Behauptung und damit das vermittelte Bild über Rudolstadt – von Hakenkreuzen an den Häuserwänden und den deutlich zu vernehmenden “Neonazi-Präsenzen”. Wieviel Hakenkreuze sind es und wo befinden diese sich? Wie “vernimmt” man denn Neonazi – Präsenzen? Welche Zeichen sind hier gemeint? Ich kenne einige Rudolstädter, die nicht mehr zu dem Bäcker gingen, der rechtsgerichtete und radikale Zeitungen im Zeitungsständer anbot. Ebenso weiß ich, dass im Zeitungsvertrieb im POST-Gebäude in Rudolstadt die Verkäuferin aufgefordert wurde solche Zeitungen aus dem Angebot zu nehmen. Das sind genauso wenig Beweise für eine “rassismusfreie” Stadt, wie ein Hakenkreuz an einer Hauswand kein Beweis für eine besonders von Neonazis verseuchte Stadt ist.
Rechte Zeitungen zu verkaufen, ist leider nicht verboten. Daraus abzuleiten, dass die Verkäuferin zur Neonazi-Szene gehört wäre ja absurd. Ich lebe in Rudolstadt und kann die Behauptungen von Herbert Rösch nicht bestätigen. Was ist die Absicht hinter dieser Aussage?
WAS WIRKLICH ZÄHLT, IST DIE ARBEIT MIT KINDERN UND JUGENDLICHEN IN ALLEN BEREICHEN DES GESELLSCHAFTLICHEN LEBENS.
Rudolstädter Bürger, die Erzieher in den Kindergärten,die Lehrer und alle Beteiligten in der Jugendarbeit einschließlich der Eltern müssen mit den Sorgen machenden Erscheinungen in unserer Gesellschaft leben und entsprechende Präventionsarbeit leisten, so wie es die Menschen in Eching, Erkelenz, Weimar oder Sebnitz auch tun.
Dass Rudolstadt in Bezug auf Jugendarbeit und Prävention kein weißer Fleck auf der Landkarte ist, davon kann sich jeder selbst überzeugen und hierherkommen. Rudolstadt ist immer schon eine Reise wert gewesen. Nur Mut! Die Idee das Duo Doppel-u aus Jena (www.doppel-u.de) hierher einzuladen ist super. Vielleicht spielen diese dann im Hof der Weinbergstraße, aus dem die Familie Neuschäfer ausgezogen ist. Dort steht zum Folkfest eine der unzähligen Bühnen, auf denen sich die bunte Vielfalt von 60000 Menschen aus aller Welt tummelt. Info unter http://www.tff-rudolstadt.de/
Noch ein wichtiger Hinweis:
Die Anzeige des Pädagogen Neuschäfer gegen die 9-jährigen Kinder einer Grundschule wegen fremdenfeindlich motivierter Gewalt (sein Sohn soll verprügelt worden sein) konnte durch die Polizei nicht bestätigt werden.(Anruf an PD Saalfeld möglich. Es war eine Rangelei unter Jungen dieser Klasse vor einem Jahr.
Zurzeit ermittelt die Polizei wegen erneuter Vorwürfe der Neuschäfers, die aber erst am 9.04.2008 in der Sendung ARD Tagesthemen geäußert wurden. Die Redaktion der Tagesthemen hat sich inzwischen für die Art und Weise der Sendung über Rudolstadt entschuldigt.
Sophie
Hallo auch
Ich hab da mal eine Frage an euch.
Ich Arbeite in Hamburg.
Geboren bin ich in Thüringen wo ich noch ne mengen Freunde habe.
In Hamburg habe ich kaum welche.
Oftmals wird bei meinen DDR Dialekt (gemeint ist mein Westthüringisch)
die Nase gerümpft.
Wie kommt es das Menschen in Westdeutschland nur aufgrund
ihrer DDR Biografie anders behandelt werden?
Ich hatte Vorgesetzte in Hamburg die mich nur aufgrund meiner
Herkunft als Rechtsradikal betitelten.
Wenn ich versuche denen zu erklären das in meiner
Region der Rechtsextremismus nicht größer ist als jener
in Herrn Riegers Delmenhorst (Niedersachsen) oder Kiel. FLensburg
geht darauf niemand ein.
Es heißt dann immer das die Ostdeutschen aufgrund ihrer
PSychologischen Prägung im Autorithären Staate halt Rechts wären.
Was ich für Unsinn halte
Versuche ich dann den Hamburgern zu erklären das die OStdeutschen
mit DDR Biografie nicht die mehrheit der Rechten ausmacht sondern
eher die nach 1989 im Treuhandniedergang geprägten Jugendlichen
sind die die DDR mit BRD verwechseln würden, stoße ich auf
unverständniss.
Ich sehe doch mit eigenen Augen in Hamburg Kiel Delmenhorst dasselbe
Rechte Intollerante.
Am 1.Mai in Hamburg waren Gewaltbereite Neonazis aktiv.
Noch bevor die Poliezei etwas dazu aussagte sendete der
NDR Norddeutsche Rundfunkt am 1. Mai die Aussage das 200 Gewalt-
bereite Nazis aus dem Osten kommen würden.
EInen Tag später am 2. Mai sagten die Nachrichten aus das
die Mehrheit der Gewalttätigen Nazis in den Maikrawallen aus
Rheinland Pfalz, Dänemark und Schleswig Hollstein kahmen.
Der Kalte Krieg wurde nie aus den Geschichtsbüchern Westdeutschlands
gestrichen.
Das Resultat ist eine Watzlawiksche Falschlusslogik Reflexhaft alles
Ostdeutsche schlechtzureden und alles Böse im Osten zu suchen.
Warum sind die Medien in sachen Rechtsextremismus auf dem Westlichen
Auge blind? während der OSten den Rufschaden abbekommt?
Warum muss ich mir nur aufgrund meiner ostdeutschen Herkunft
von Westlern als Rechts diffamieren lassen?
Es gibt so mein eindruck leider aufgrund des nicht Auffarbeiten
des Gesammtdeutschen Rassimusses auch einen Latenten Rassimus
gegen alles Ostdeutsche.
Und so dreht sich das Rad, diese Spirale der gegenseitigen
Vorurteile immer weiter.
Habt ihr eine Idee wie man den Ost West Schwachsinn beenden kann?
Die dies abkriegen sind ja am ende ehe nur die Minderheiten die
nix dafür können.
Wenn Chefradakteure wie Hinrichs (ARD Tegesthemen) + Team, 6 Stunden brauchen, um eine vom MDR (Frau Altmann) gelieferte Neuschäfer-Story, so zu blocken, dass praktisch eine ganze Stadt denunziert wird (”Brauner Terror vertreibt Pfarrersfamilie aus Rudolstadt”)und wenn haarsträubende und erfundene Verleumdungen (Beweise und gründliche Recherchen sind mir bisher nicht bekannt) eines in einer “Nebenrealität” konditionierten Kindes, für wahr gehalten und sogar mit “Sturm 34″ in einem Atemzug zusammengebracht werden,dann kommt man wirklich ins Grübeln. Wes Geistes Kind sind denn solche “ARD-Tagesthemen-Erfinder”? An dem Tag müssen die doch lange Weile gehabt haben. Es geht in der Medienbranche offensichtlich bei vielen Redakteuren nicht mehr um Gründlichkeit und Wahrheitsgehalt, sondern um Geschichten und Einschaltquoten. “Leute fresst Scheiße, Milliarden von Fliegen können nicht irren!” Nach diesem Prinzip funktionieren dann die Auswirkungen dieser medial vermittelten “Scheinwirklichkeiten”.
Meine Meinung dazu ist auch, dass hier erst Fremdenfeindlichkeit geschürt, Rassismus befördert und die Ost-West-Befindlichkeiten am kochen gehalten werden. Wenn es keine Nachrichten gibt, dann erzeuge ich eben welche.
Sophie
„In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse. Das ist gewiss ein Fortschritt.“ (O.Wilde)
Die Frage von RA Neuschäfer gegenüber der “Thüringer Allgemeine”, warum sich kein Dunkelhäutiger äußert, ist durch die zahlreichen Wortmeldungen Kinder ist Rudolstadt die Heimat
3. Die vietnamesische Familie von Lan Son ist in Rudolstadt angekommen und findet die Leute hier nett, auch wenn das eingewöhnen schwierig war. Die Tochter fühlt sich in ihrer Klasse 10 am Gymnasium sehr wohl.
4. Kentaro Masaoka (Musiker) “Heute bin ich es, der Ossis Verteidigt, wenn ich mit Wessis spreche” Ihn ärgert es, wenn der Osten verteufelt wird. Er empfindet “angucken” als normal. Ein Deutscher in Schwarzafrika würde auch “angekuckt werden.
5. Carlo Sergiolo (Italiener) schrieb: Es macht mich unsagbar traurig, dass ein Pfarrer seine Kinder für so eine Hetzkampagne missbraucht und dadurch meine Rudolstädter Freunde in der ganzen Welt ungerecht verunglimpft”. “Um es ganz deutlich zu sagen, wir sind sehr herzlich in dieser Stadt hier aufgenommen worden und haben über die Jahre sehr liebe Freunde gewonnen.”
6. Dr. Frank-Eberhardt Wilde und Frau kamen aus den “alten BL” und Herr Wilde schrieb: Wir waren Fremde unter Fremden: “Opfer also von Fremdenfeindlichkeit? Keine Spur! Von Keinem! Und zwar nicht, weil wir uns nun hemmungslos angepasst hätten, sondern weil wir gegenseitige Andersartigkeiten ausgehalten, toleriert haben (…) Er bedankt sich bei den Rudolstädtern mit einem Bibelzitat Mt.25,35
7. “ARD rudert zurück”! – Die ARD rudert bezüglich ihrer Berichterstattung im Fall Neuschäfer zurück. “Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, ganz Rudolstadt sei neonazistisch, so bedauern wir das”, sagte Thomas Hinrichs, 2. Chefredakteur von ARD…
Auch wenn ich weitere Zitate und Hinweise pro Rudolstadt darstellen würde, diese wären natürlich und logischerweise keine Beweise dafür, dass Rudolstadt frei von Menschen mit Vorurteilen, Ängsten und rechtem Gedankengut ist. Ebenso wenig kann auch das Gegenteil der Fall sein.
Ich persönlich bin traurig und wütend zugleich, dass Neuschäfers vermutlich Beleidigungen und Demütigungen erfahren mussten. Solche Handlungsweisen sind immer und jedem Menschen gegenüber verabscheuungswürdig.
Was ich aber nicht glauben kann und werde, sind die Darstellungen von Reiner Andreas Neuschäfer zu der Schulhofprügelei vom 25.04.2007, also genau vor einem Jahr.
Ich glaube auch nicht, dass der Sohn Jannik von 9 Mitschülern zusammengeschlagen wurde. Ich glaube ebensowenig, dass der Sohn Jannik regelmäßig “…immer montags” verprügelt wurde.
Ich glaube eher der Stellungnahme des Schulamtes in der OTZ: “(…)Die Einzelbefragung der Beteiligten am 8.Mai 2007 durch die Polizei im Beisein der Schulleiterin ergab, dass die Rangelei keinen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte.”
“Nach Einzelgesprächen mit allen Betroffenen konnte am 31. Mai bei einem gemeinsamen Gespräch im Schulamt mit Herrn Neuschäfer der Konflikt einvernehmlich beigelegt werden.”, heißt es weiter. Wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es über beide Gesprächsrunden Protokolle und Unterschriften, wie auch in der Pressekonferenz mitgeteilt.
Ich bin allerdings gespannt, ob die Polizei nach den nun neuen Vorwürfen auch mit Jannik reden wird bzw. darf. Alle anderen Kinder seiner Klasse mussten dies nach der Anzeige durch Vater Neuschäfer auch tun. Allerdings bin ich bereit, meinem “Glauben” abzuschwören, sollten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft das Gegenteil beweisen können.
Ich stimme Herrn Neuschäfer zu, dass Fremdenfeindlichkeit ein ganz breites Spektrum umfasst und dass diese auch Ausdruck von Angst sein kann. Weshalb Rudolstadt, Thüringen und dann sogar “Ostdeutschland” (Ich kenne kein Land, das diesen Namen trägt)”noch mal eine andere Qualität von Fremdenfeindlichkeit” zeigt, als in anderen Ländern, das erschließt sich mir nicht. Welche “andere Art” von Fremdenfeindlichkeit Herr Neuschäfer in Erkelenz, Freising (Wohnsitz des Zwillingsbruders namens “Detlef Rüsch” von RA Neuschäfer, welcher sich als fleißiger Leserbriefschreiber pro Opfergeschichte” in der Rudolstädter Zeitung produziert), Eching oder in anderen Städten der anderen Bundesländer in der BRD kennen gelernt hat, werden wir vermutlich nicht erfahren.
SophieSeele